Japanische Festspiele bei den adidas ROCKSTARS – Futuba Ito und Yoshiyuki Ogata neue ROCKSTARS 2019


4000 begeisterte Zuschauer in der Porsche-Arena Stuttgart, Weltklasse Boulderklettern mit absoluten Topstars der Szene samt begleitender Show- und Musikelemente und zwei weltweit einmalige Superfinals, oder in kurz: adidas ROCKSTARS 2019. Den Titel in diesem Jahr sicherten sich Futuba Ito und Yoshiyuki Ogata. In den besagten Superfinals konnten die zwei Topathleten aus Japan Weltmeisterin Janja Garnbret (SLO) Slowenien und Florian Klingler (AUT) hinter sich lassen.

 Beide Japaner standen erstmals ganz oben auf dem adidas ROCKSTARS-Treppchen und konnten ihren Sieg sicht- und hörbar kaum fassen. Speziell Ito schlug ungläubig die Hände vors Gesicht, als sie den Buzzer erreicht und zum Sieg gedrückt hatte und dabei nichts von Ihrer Konkurrentin sah. „Ich kann es gar nicht glauben. Unfassbar“, sagte sie nach dem Wettbewerb. „Das war so spaßig, aber natürlich auch sehr schwer.“ Im gleichen Gemütszustand wie seine Landsfrau jubelte Ogata über seinen Triumph. „Das ist der beste Wettkampf in der Welt, kein anderer macht so viel Spaß. Vielen Dank an das Publikum, das mir immer wieder Kraft gegeben hat.“

Janja Garnbret und Yoshiyuki Ogata mit dem stärksten Eindruck vor dem Superfinale

Den Kletterabend in Stuttgart eröffnet haben die Slowenin Lučka Rakovec und der Japaner Kokoro Fujii. Jeweils in der umgekehrten Reihenfolge der Semifinal-Platzierungen kletterten die sechs Damen und sechs Herren-Finalisten zwei Routen. Wie schon im Halbfinale hatten die Routenbauer schwere Boulder an die Wand geschraubt. Janja Garnbret und Yoshiyuki Ogata waren die einzigen, die zwei Mal das Top erreichten und so sicher in die zweite Runde des Finals kamen.

Nach diesen zwei Bouldern wurde das Feld für die zweite Runde halbiert. Die Top Drei kletterten einen weiteren Boulder, um die Superfinalisten zu ermitteln. Hier durften neben Garnbret und Ogata nochmals Futuba Ito und Ai Mori, ebenfalls aus Japan, bei den Damen sowie Florian Klingler und der Südkoreaner Jongwon Chon antreten. Klingler hatte sich mit dem erfolgreichen Absolvieren des zweiten Boulder kurz vor Ablauf der Zeit noch von Rang fünf auf zwei geschoben. 

Wiederum demonstrierte die Weltmeisterin ihre Extraklasse, indem sie Boulder drei in einem Durchgang meisterte. Auch Futuba Ito erreichte das Routenziel – in zwei Versuchen – und zog somit ebenfalls ins Superfinale ein. Gesamtrang drei ging daher an die 16-Jährige adidas ROCKSTARS-Debütantin Ai Mori.

Auf ähnliche Weise verlief die Zwischenrunde bei den Herren. Ogata benötigte allerdings zwei Versuche für seine dritte Kletterroute des Abends. Genau wie Klingler fand er dabei beim Boulder eine von den Planern gar nicht anvisierte Abkürzung, was das ohnehin enthusiastische Publikum zu besonderen Jubelstürmen verleitete. Vorjahres-Superfinalist Chon musste sich diesmal mit Rang drei zufrieden geben, da er dieses Problem nicht zu lösen wusste.

Schneller Sieg für Ito – Ogata muss in die Verlängerung

Im Superfinale wurde die Kletteruhr wieder auf null gestellt. In diesem mussten beide Duellanten parallel den gleichen Boulder klettern, ohne sich gegenseitig in der Wand sehen zu können. Während bei den Damen Futuba Ito schnell den Ausstieg der Kletterwand und den Buzzer von adidas ROCKSTARS erreichte, machten es die Herren spannend. In den ersten vier Minuten des Finals schafften beide den vierten Boulder nicht, kommunizierten auch zwischendurch mimisch miteinander. In der Verlängerung hatte sich Yoshiyuki dann besser erholt als der Österreicher und schaffte nach 30 Sekunden den Sieg.

Vorjahressiegerin Miho Nonaka aus Japan wurde Vierte, es folgten Shauna Coxsey aus Großbritannien und Lučka Rakovec. Bei den Herren lautete die Rangfolge hinter den Podestplatzierten: Kai Harada, Kokoro Fujii (beide Japan) und Gregor Vezonik (SLO).

Die deutschen Starter hatten sich nicht für das Finale qualifizieren können, haben aber im kommenden Jahr erneut die Chance. adidas ROCKSTARS 2020 findet wieder im September statt.

Photo Credits: Björn Pohl, Christian Waldegger, Vladek Zumr 

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