Salewa 3000 – Gipfelstürmer gesucht


©Tristan-Hobson

GIPFELSTÜRMER GESUCHT: IN SECHS MONATEN ALLE 784 DREITAUSENDER ÖSTERREICHS BESTEIGEN!?

Mit SALEWA3000 startet die Südtiroler Bergsteigermarke in der ersten Jahres­ hälfte 2020 ein außergewöhnliches Projekt, bei dem jeder Bergsportler mitmachen kann: 784 Dreitausender gibt es in den österreichischen Alpen– und der Bergsportausrüster möchte mit Athleten, Partnern, Kollegen und allen, die Lust sowie die Fähigkeit haben dabei zu sein, jeden einzelnen dieser Gipfel besteigen.

Vom 02.01. bis zum 30.06.2020 sammelt SALEWA unter #SALEWA3000 Fotos, die die GipfelstürmerInnen auf „ihrem“ Gipfel zeigen. Für jede Besteigung spendet SALEWA fünf Euro für die Renovierung der baufälligen Biwakschachtel am Grossglockner. SALEWA3000 ist allerdings kein Projekt, bei dem es sich um das bloße Sammeln von Gipfeln dreht. Vielmehr möchte der Komplettanbieter mit dieser Aktion Alpinisten dazu inspirieren, die Hochtourenvielfalt Österreichs zu entdecken. Unter den 784 Dreitausendern sind viele namhafte Klassiker, doch zahlreiche spannende (und teils einsame) Touren verstecken sich direkt nebenan in ihrem Schatten.

 

Das Alpenland Österreich darf auf insgesamt 784 Dreitausender blicken. Denn laut Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen in Wien (BEV) befinden sich 784 der österreichischen Berggipfel auf über dreitausend Metern Höhe. Die Südtiroler Bergsteigermarke SALEWA startet Anfang des Jahres 2020 einen Aufruf, alle der vom BEV definierten Gipfel zu besteigen und bittet darum, die zahlreichen Gipfelerlebnisse per Instagram zu teilen. Der Bergsportausrüster, der seit dreißig Jahren in den Dolomiten zu Hause ist, freut sich auf gipfelreiche Wintermonate im Nachbarland: Gemeinsam mit Athleten, Partnern, Mitarbeitern und allen Bergsportlern, die diese Herausforderung annehmen möchten, gilt es, alle Dreitausender innerhalb von sechs Monaten zu besteigen. Der Österreichische Alpenverein, ein wichtiger Partner des Bergsportunternehmens, darf sich mitfreuen: Für jeden bestiegenen Gipfel spendet SALEWA fünf Euro für die Renovierung der Biwakschachtel am Großglockner. Peter Kapelari, Leiter der Abteilung Hütten, Wege und Kartographie des Alpenvereins, weiß das Engagement für die Biwakschachtel am Großglockner zu schätzen: „Es ist sicherheitstechnisch relevant, dass die in die Jahre gekommende Biwakschachtel an diesem ausgesetzten und sensiblen Ort im Nationalpark Hohe Tauern nun erneuert wird. Wir freuen uns, dass SALEWA mit diesem Projekt die Renovierung maßgeblich unterstützt.“

SALEWA’s erster Dreitausender – Im Frühjahr 1951 am Kleinvenediger (3.407 m)

Spärlich, um nicht zu sagen gar nicht ausgerüstet, bestieg der Münchner Hermann Huber seinen ersten Dreitausender vor fast 70 Jahren in Österreich. Der Mann,
der das 1935 gegründete Unternehmen SALEWA zur Bergsteigermarke machte, erreichte im April 1951 gemeinsam mit seinem Seilgefährten Alfred Koch aufgrund einer wetterbedingten Planänderung den Gipfel des Kleinvenedigers (3.407 m). Hermann Huber, damals 20 Jahre jung, erinnert sich: „Wir hatten

den Großvenediger geplant, entschieden uns allerdings aufgrund von Nebel und starkem Schneesturm dagegen, bis zum Gipfel des Großvenedigers zu gehen.
Es wurde der Kleinvenediger.“ In Anoraks aus amerikanischer Armeeplane – in Eigenproduktion von Hermann’s Mutter gefertigt, ohne Seil und technische Ausrüstung, wärmten Huber und Koch sich in einem, damals innovativen, Plastik- Biwaksack des Münchner Sporthauses Schuster auf. Als dieser durch den Sturm in Fetzen riss, brachen sie zum Abstieg auf. Rückblickend war schon die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Expedition für sich. „Überlaufen war es damals nicht“, lacht Hermann Huber, heute 89 Jahre alt. Am Folgetag der Kleinvenediger- Besteigung folgte gleich der zweite Dreitausender des SALEWA-Teams. Bei optimalem Bergwetter lockte die etwa 1.300 Meter lange Skiabfahrt im NO-Hang Alfred Koch und Hermann Huber auf den benachbarten Gipfel der Schlieferspitze (3.289 m) im hinteren Obersulzbachtal.

Fünf Euro Spende für jeden bestiegenen Gipfel der 784 Dreitausender Österreichs!

Im Jahr 1970 verbrachte Hermann Huber, der insgesamt vier Mal am Großglockner war, seine erste Nacht in der dortigen Biwakschachtel. Ziel war die Pallavicini- Rinne – damals noch eine klassische Eistour. Heute, fünfzig Jahre später, ist die Biwakschachtel am Großglockner in die Jahre gekommen und muss renoviert werden.

©Vittorio-Messini

Der kleine, in den 50er Jahren erbaute Stützpunkt auf 3.205 Metern ist dringend sanierungsbedürftig – und zu klein. Es gibt keinen Tisch, keine Kochmöglichkeit, dafür an Tagen mit guten Bedingungen großen Platzmangel. Gerade einmal acht Personen können sich in das Biwak pferchen.

„Wir haben so tolle Hütten am Glockner. Die Adlersruhe, die Stüdlhütte. Die sind alle tiptop hergerichtet – und dann haben wir die altersschwache Biwakschachtel am höchsten Berg Österreichs“

sagt Vittorio Messini, Bergführer der Kalser Bergführer und SALEWA Athlet. Neben der Renovierung der baufälligen Biwakschachtel am Großglockner ist für Vittorio ebenso ein großes Anliegen, dass Bergsteiger sich auf ihren Touren respektvoll gegenüber dem gesamten Umfeld verhalten und insbesondere keinen Müll am Berg hinterlassen.

Dreitausender besteigen – aber nachhaltig!

Die sensiblen Ökosysteme der Alpen sind besonders anfällig für jede Art von Müll und Abfall. Nicht selten aus Unwissenheit lassen Bergsteiger, z. B. auf der hoch-frequentierten Glockner-Route, Abfall am Berg liegen. Dabei belasten und verändern Feucht- und Taschentücher sowie auch Obstschalen die sensiblen Ökosysteme der Alpen.

Der Alpenverein fasst in seinem Kurzvideo „Nachhaltig wandern“ die unterschiedlichen Aspekte nachhaltigen Bergsteigens kurz und prägnant zusammen:

Tourenplanung – „verantwortungsbewusst planen, respektvoll unterwegs sein“

„Viele Anstiege auf die 784 Dreitausender in Österreich führen über vergletschertes Gebiet. Da ist die entsprechende Ausrüstung, ein fundiertes Wissen und Training absolut Pflicht. Man muss bei der Tourenplanung auch berücksichtigen, dass die Luft in dieser Höhe schon etwas „dünner“ wird. Dazu kommt auch noch, dass der ständige Rückgang unserer Gletscher viele Übergänge anspruchsvoller und gefährlicher macht. Man ist gut beraten, wenn man bei Hüttenwirten und Bergführern im Vorfeld Informationen über den Zustand der Wege einholt“, erklärt und empfiehlt Tom Rabl, Gründer der Alpinsportschule Pure Mountain.

Was alles in den Bergsteiger-Rucksack muss, hängt natürlich von der geplanten Unternehmung ab. SALEWA-Partner Tom Rabl weiß, wie ein Tourenrucksack gepackt werden muss. Mit den folgenden Packlisten bringt er es auf den Punkt.

Packliste für eine Skitour:

Schaufel, Sonde, Erste-Hilfe-Set mit einer kleinen Stirnlampe, Biwaksack, kleines Reparaturset (Multitool, Kabelbinder, Duct Tape, Draht, Wachs,…), Mobiltelefon, Isolationsjacke, Hardshell-Jacke, Skihandschuhe, Mütze, Helm, Skibrille/ Sonnenbrille, Sonnencreme, Trinkflasche/Thermosflasche, Jause, Kartenmaterial, evtl. Harscheisen

Packliste für eine Skihochtour:

Schaufel, Sonde, Erste-Hilfe-Set mit einer kleinen Stirnlampe, Biwaksack, kleines Reparaturset (Multitool, Kabelbinder, Duct Tape, Draht, Wachs,…), Mobiltelefon, Isolationsjacke, Hardshell-Jacke, dünne Hardshellhose, Skihandschuhe, Mütze, Helm, Skibrille/Sonnenbrille, Sonnencreme, Trinkflasche/Thermosflasche, Jause, Kartenmaterial, Bussole und/oder GPS, Harscheisen, Seil, Eispickel, Steigeisen, Hüftgurt, Safe-Lock-Karabiner, Schraubkarabiner, Reepschnüre, Bandschlingen, kleine Steigklemmen, Eisschrauben, evtl. Abseilgerät und Expressschlingen bzw. Mobile Sicherungsmittel


Über SALEWA
SALEWA steht für die Leidenschaft am Bergsport – für ambitionierten Alpinismus und das besondere Erlebnis am Berg. 1935 in München gegründet, ist das managementgeführte Familienunternehmen inzwischen fest in den Südtiroler Dolomiten verankert. Am Firmensitz in Bozen entsteht technische Ausrüstung, die traditionelle Materialien mit progressivem Design kombiniert – und das auf der Basis hoher Umwelt- und Sozialstandards und einem tiefen Bewusstsein für die Bedeutung von Regionalität, Qualität und Wertigkeit. Das Streben der Marke, neue Wege zu gehen und eigene Spuren zu hinterlassen spiegelt sich in ihrem Verständnis des Bergsports. Progressive Mountaineering beschreibt nicht nur das Erbringen von Leistung, es geht auch um das Spüren der Natur, die persönliche Weiterentwicklung und das gemeinschaftliche Erleben. Jede Generation formt den Bergsport neu. SALEWA lässt sich von dieser Evolution inspirieren und prägt sie mit – als einer der führenden Hersteller für Bergsportausrüstung
mit 550 Mitarbeitern, die wegweisende Produkte für Bergsteigerinnen und Bergsteiger schaffen: Bekleidung, Schuhe, Ausrüstung sowie Technische Hartware. Am Firmensitz in Bozen entsteht technische Ausrüstung und Bekleidung. www.salewa.com

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