ServusTV-Tipp: Ama Dablam – Drama am heiligen Berg


Ama Dablam
© Lars Jacobsen / RIVA Filmproduktion / ServusTV

Die Ama Dablam, der heilige Berg der Sherpa, die vor über 500 Jahren von Tibet hierher in die Khumbu-Region im Nordosten Nepals eingewandert sind. Aus dem religiösen Selbstverständnis der Einheimischen heraus, war eine Besteigung des 6.814 Meter hohen „Matterhorn Nepals“ ein Sakrileg.

Ama Dablam – Hochalpines Sakrileg

ServusTV: MO, 22.01.2024 ab 20:15 Uhr

1961 besteigen dennoch ein Neuseeländer, ein US-Amerikaner und ein Brite, Teilnehmer einer Expedition von Sir Edmund Hillary, dem Erstbesteiger des Mt. Everest, die Ama Dablam und sorgen für großen Unmut in der Region. 1979, die Ama Dablam wird in diesem Jahr für Alpinisten freigegeben, versucht Peter Hillary, der Sohn Sir Edmunds, mit drei weiteren Neuseeländern den heiligen Berg zu besteigen. Am 25. Oktober überrollt eine Eislawine die vier Alpinisten, tötet einen und verletzt die drei anderen schwer.

Der Tanzpalast der Götter

Reinhold Messner
© Lars Jacobsen / RIVA Filmproduktion / ServusTV

Reinhold Messner beobachtet dieses Unglück vom Basislager aus, gemeinsam mit Oswald Oelz, Wolfgang Nairz, Horst Bergmann und Horst Fankhauser. Sie organisieren unmittelbar danach eine Rettungsaktion unter lebensbedrohlichen Bedingungen. Wie bei Reinhold Messners ersten Film für ServusTV „Still Alive“ reicht der Spannungsbogen dieses Abenteuers von persönlichen Grenzerfahrungen über Freundschaften bis zu selbstloser Hilfsbereitschaft unter Lebensgefahr. Eine zusätzliche Ebene ist der Blickwinkel aus der Sicht der Einheimischen, denen die Ama Dablam als „Tanzplatz der Götter“ heilig ist. Noch heute sprechen die Sherpas davon, dass dieses Unglück eine Rache der Götter war, weil 1961 der heilige Berg unerlaubt von Mitgliedern der Expedition von Sir Edmund Hillary bestiegen wurde.

Die Empfindungen des Erlebten

„Es ist die Mischung aus Hochgefühl und Beklommenheit, die es beim Abenteuer einzufangen gilt. Und beides gibt es nur draußen, abseits der Studios und jeder Berechenbarkeit. Zuerst das Hochgefühl, dass es losgeht, dann die Plackerei und der ständig zunehmende Druck, wenn einem allmählich dämmert, dass man von einer Lawine weggefegt oder von einem Serac erschlagen werden kann. Wenn man Glück hat, geht alles gut und die Empfindungen des Erlebten sollten schließlich am Ende die Kraft haben, die Bilder auf dem Fernsehschirm oder auf der Leinwand wahr erscheinen zu lassen“, erläutert der Ausnahmealpinist Reinhold Messner.

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