Klettern in Thailand


Klettern in Thailand

Thailand gehört zu den beliebtesten Fernreisezielen. Kein Wunder, denn das Land hat seinen Bewohnern und Touristen einiges zu bieten: weiße Sandstrände, Regenwälder, shoppen, kulinarische Köstlichkeiten. Auch Sportler kommen hier auf ihre Kosten. Kletterer finden zahlreiche, traumhafte Felswände vor. Klettern in Thailand ist besonders dann attraktiv, wenn hierzulande Winter herrscht und man dorthin fliehen kann. Denn zu dieser Zeit ist es in Thailand zwar warm, aber noch nicht übermäßig heiß. Außerdem regnet es dann selten. Alles gute Voraussetzungen für einen schönen Kletterurlaub in Asien. 

Das Richtige im Gepäck haben 

Wer in Thailand Urlaub macht und klettern gehen möchte, sollte einige Dinge unbedingt im Gepäck haben. Für Kletterer steht beim Kraxeln die Sicherheit an erster Stelle. Daher ist natürlich die richtige Ausrüstung für den Kletterurlaub unerlässlich. Zum sicheren Schutz des Kopfes ist ein Kletterhelm, zum Beispiel von campz.at, ein absolutes Muss. Er bewahrt den Kopf beim Sturz und vor herabfallenden Steinen und Ausrüstungsgegenständen des Vorgängers. 

Und ohne ein Kletterseil und Karabiner für die Absicherung kann man keine Felsen erklimmen. Zusätzlich wird ein Seil für die Zwischensicherung benötigt. Ein Klettergurt, an dem die Seile zur Sicherung befestigt werden, ist beim Klettern natürlich ebenfalls Teil der Grundausrüstung. Für einen sicheren Tritt sind richtig sitzende Kletterschuhe wichtig. Damit man an den Felswänden nicht mit den Händen abrutscht, sollten auch ein Magnesiumbeutel und eventuell Kletterhandschuhe eingepackt werden. 

In das Gepäck gehören auch wichtige Unterlagen wie Reisepass, Führerschein, die Buchungsunterlagen, der Nachweis der Auslandskrankenversicherung und eine Hausapotheke. Darin sollten sich unter anderem Blasenpflaster, Schnellverband, Sonnencreme und Moskitospray befinden. Ansonsten dürfen eine gute Sonnenbrille, Badesachen und eine Drybag für den Strand oder für Bootsfahrten nicht fehlen. In dieser Tasche ist alles wasserfest und sicher verstaut. 

Die Anreise

Thailand ist von Frankfurt am Main, München, Zürich oder Wien aus gut mit dem Flugzeug zu erreichen. Für den Langstreckenflug stehen den Reisenden viele Fluggesellschaften zur Auswahl. Der Flug selbst dauert je nach Route mindestens zehn Stunden. Gelandet wird dann zum Beispiel in Krabi, einer Provinz im Süden des Landes. Dort befindet sich ein internationaler Flughafen, der Inlands- und Auslandsflüge abwickelt. 

Überwiegend von Krabi aus starten auch die Longtail-Boote, die die einzelnen Strände der Inseln und Halbinseln Thailands anfahren. Denn die vielen Klettergebiete sind meist nur über Schiffe und Boote zu erreichen. Ein Ausgangspunkt für die Fahrt in die Klettergebiete in Railay ist Ao Nang. 

Thailands Klettergebiete

Thailand ist mit seinen imposanten Felswänden, weißen Sandstränden und üppigen, grünen Landschaften ein Paradies für seine Urlauber. Die schönsten Klettergebiete Thailands befinden sich im Süden des Landes. Sie sind fast ausschließlich per Longtail-Boot zu erreichen und haben Klettershops und Kletterschulen, die das nötige Equipment verleihen. Außerdem bieten sie hilfreiche Kletterführer sowie Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. 

Für erfahrene Kletterer gibt es über 1000 eingebohrte Routen, die teils in schwindelerregender Höhe zu erklimmen sind. Stalaktiten und Kalkablagerungen erleichtern das Klettern, da sie auf den Felswänden für eine gute Griffigkeit sorgen. Hat man die Felswand erfolgreich bestiegen, bietet sich von oben ein wundervoller auf das Meer. 

Ein absolutes Highlight für Kletterer ist die Halbinsel Railay, auch Ra Leh oder Raleigh genannt. Sie befindet sich in der südlichen Provinz Krabi. Schroffe Kalksteinformationen in und am smaragdgrünen Wasser warten darauf, von Kletterern erobert zu werden. Hier gibt es Routen und Sektoren für jedes Kletterniveau. 

Die sogenannte Firewall ist wohl die bekannteste Kletterwand für Einsteiger am Railay Beach, der zu den vier Stränden der Halbinsel gehört. Fortgeschrittene zeigen an hohen und steilen Felswänden ihr Können. Von Railay Beach aus ist der Tonsai Beach gut zu Fuß zu erreichen. 

Thailand hat noch mehr Klettergebiete im Angebot. Das Touristenparadies Ko Phi-Phi wartet auf seinen beiden Inseln mit abwechslungsreichen Klettermöglichkeiten auf. Sie liegen etwa 50 Kilometer von Railay entfernt und gehören zu den ältesten Kletterzielen Thailands. 

Ko Lao Liang setzt sich aus einem kleinen felsigen Inselpaar im Nationalpark Mu-Ko-Phetra zusammen. Die Privatinsel ist ein idyllisches, wenn auch kleines Klettergebiet und kann nur nach Vorausbuchung besucht werden. Die steilen Kalksteinwände auf der Ostseite bieten rund 60 Kletterrouten. 

Ko Yao Noi liegt in der Phang-Nga-Bucht zwischen Krabi und Phuket und gilt als echter Geheimtipp. Auf der südlichen Insel erwarten Urlauber weiße Strände und über 160 Kletterrouten, die erst in den letzten zehn Jahren entstanden sind.

Übernachtungsmöglichkeiten 

Grundsätzlich gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten für den Urlaub in Thailand. In den Touristengebieten sind Bungalows üblich. Das sind kleine einstöckige Hütten, wobei die Standards der Ausstattungen von sehr spartanisch bis komfortabel stark variieren. Die Preise sind in der Regel erschwinglich.

Ähnlich verhält es sich mit Zimmern in Häusern, die gelegentlich angeboten werden. Ansonsten können Urlauber auch ganz klassisch in einem der zahlreichen Hotels übernachten. Hier reicht die Palette ebenfalls von sehr einfachen und günstigen bis zu gehobeneren Unterkünften. Ein besonderes Highlight sind natürlich die Ressorts, die direkt am Strand liegen. 

Fazit 

Thailand ist zu Recht ein beliebtes Reiseziel. Schöne Strände, Waldlandschaften und Felsformationen locken jährlich viele Urlauber in das südostasiatische Land. Für Kletterer ist vor allem der Süden Thailands ein wahres Paradies. Sie können steile Felsen in einer traumhaften Umgebung erklimmen und als Belohnung eine herrliche Aussicht auf die Landschaft und das Meer genießen. In verschiedenen Klettergebieten können die Sportler aus vielen hundert Routen wählen, die auf verschiedene Schwierigkeitslevel abgestimmt sind. Damit deckt Thailand die Kletterbedürfnisse von Anfängern und Fortgeschrittenen. 

Bildquelle

Abbildung 1: pixabay.com ©remideligeon (CC0 Public Domain)

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