„The Way Of The Wildcard” kehrt zurück


Red Bull Media House
@Martina Valmassoi

„The Way Of The Wildcard” kehrt zurück

Die inspirierende Serie „The Way Of The Wildcard“ des Red Bull Media House kehrt mit außergewöhnlichen Sportlergeschichten zurück
 
Nach dem großen Erfolg der preisgekrönten ersten Staffel aus dem Jahr 2018 hat das Red Bull Media House heute die zweite Staffel von „The Way Of The Wildcard“ veröffentlicht. Sie ist exklusiv auf Red Bull TV verfügbar. Die dreiteilige Staffel führt den Zuschauer vom Urwald des Amazonas über die Berggiganten des Himalaya zu den Wüsten Amerikas. Dabei erzählt sie die Geschichten bemerkenswerter Athletinnen und Athleten, die sich entgegen aller Wahrscheinlichkeit in ihrer Sportart einen Namen gemacht haben.

Die Ultrarunnerin, die sich neu erfunden hat – von der Kindersoldatin zur Nationalheldin!

Als Frau aus einem abgelegenen Dorf im Himalaja dürfte Mira Rai eigentlich nicht den Status besitzen, den sie heute hat: Die 32-jährige Nepalesin ist eine der weltbesten Ultraläuferinnen und ein Vorbild vieler Mädchen in ihrem Land. Einheimischen Frauen, die aus abgelegenen und verarmten Dörfern stammen, ist der Lebensweg oft schon von Kindesbeinen an vorgeschrieben. Mira Rai hatte andere Träume – und hat sie verwirklicht.

Mira Rai erzählt ihre einzigartige Geschichte von Ultrarunning-Erfolgen und weiblichem Empowerment in der zweiten Episode der zweiten Staffel  von „The Way Of The Wildcard“. Diese Serie des Red Bull Media House berichtet über herausragende Athletinnen und Athleten, die sich entgegen aller Wahrscheinlichkeit einen Namen gemacht haben. 

Red Bull Media House
@Lloyd-Belcher

 Mira Rais Laufkarriere begann unter extremen Umständen. Als junges Mädchen musste sie um vier Uhr morgens aufstehen und drei Stunden lang über die Berge laufen, um für ihre Familie 28 kg schwere Säcke mit Wasser, Öl und Reis zu holen. Rai entwickelte überragende körperliche Fähigkeiten – allerdings auf Kosten ihrer Ausbildung. Sie musste die Schule abbrechen, um bei der Arbeit im Dorf zu helfen.

 Nach dem Besuch einer Rebellenarmee, die zwei Mahlzeiten pro Tag und ein Leben voller Abenteuer versprach, verließ die damals 14-Jährige mitten in der Nacht ihre Familie. In den abgelegenen Bergwäldern unterzog Mira Rai sich einer militärischen Ausbildung. Schon damals zeigte sich ihr besonderes Talent für das Laufen. Als der Bürgerkrieg 2006 endete, lief sie aus Spaß weiter und meldete sich für einen lokalen Halbmarathon an. Sie trat mit leerem Magen und ohne Geld für Essen an. 400 Meter vor der Ziellinie brach sie erschöpft zusammen – und wurde dennoch zur Siegerin erklärt. 

Schon bald nachdem sie den Wettkampfsport und das Ultrarunning entdeckt hatte, gewann Mira Rai das berühmte Himalayan Outdoor Festival – in Trainingshosen und mit Turnschuhen, die gerade mal 2,60 Pfund gekostet hatten. Siege in acht weiteren Ultrarunning-Wettkämpfen führten Rai schließlich zum 82 km langen Ultra-Trail du Mont-Blanc in Frankreich. Dort drang sie 2016 endgültig in die Weltspitze vor, als sie das Frauenrennen mit 21 Minuten Vorsprung vor der Zweitplatzierten gewann.

Als Mira Rai damals mit der nepalesischen Flagge in der Hand die Ziellinie überquerte, freute sich das ganze Land. Für Nepal bedeutete ihr Sieg einen kollektiven Moment der Hoffnung und des Nationalstolzes. Das Land hatte gerade ein verheerendes Erdbeben erlebt, das über 8.000 Menschen getötet und 20 Millionen Nepalesen obdachlos gemacht hatte. Die nepalesischen Medien bezeichneten Rai als Inspiration und Symbol der Hoffnung. Die nationale Ministerin für Jugend und Sport überreichte ihr drei Millionen Rupien für die „Verbreitung des Namens Nepals in der ganzen Welt“.

Heute ist Mira Rais Mission das Empowerment von Frauen. Sie unterstützt junge Nepalesinnen, ihren eigenen Weg zu gehen. Als National Geographic Adventurer of the Year 2017 hat sie die „Mira Rai Initiative“ ins Leben gerufen. Die Organisation stellt jungen Frauen finanzielle Mittel bereit, verschafft ihnen Chancen und betreibt Mentoring. Außerdem fördert sie die Trailrunning-Community.

„Es ist unglaublich – wohin ich in Nepal auch komme, treffe ich Fans und Menschen, die zu mir aufblicken“, berichtet Mira Rai. „Sie motivieren mich, die weltbeste Ultraläuferin zu sein und weiterhin für andere zu arbeiten, damit sie die gleichen Chancen bekommen wie ich.“

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