Walls on Silkroad Expedition – ein voller Erfolg


Walls on Silkroad Expedition

Logo Walls on SilkroadDrei große Erstbegehungen in abgeschiedenen Gebirgen der Türkei, Iran und Tadschikistan. Insgesamt 14 verschiedene Länder und legten dabei 18 000 Kilometer zurück.

Stefan Głowacz ist zurück von der Wall on Silkroad Expedition

„Die Reise ins Ungewisse: Stefan Glowacz und sein Team auf Erstbegehungen in politisch heiklen Ländern”

Vorab hatten viele Menschen dem Profiabenteurer Stefan Glowacz und seinem Team, bestehend aus Christian Schlesener, Josef Pfnürr und dem Filmemacher und seinem Sohn Tim Glowacz, von dieser Reise abgeraten. Bevor sie sich auf das Vorhaben einließen, im Iran mit einheimischen Kletterern eine Erstbegehung am Suntower in der Region um den Alam Kuh zu unternehmen, rieten sogar iranische Kletterer, die im Exil im Ausland leben, aufgrund der politischen Situation dringend von diesem Vorhaben ab.

„Es war eine schwierige Entscheidung, in Länder zu reisen, die zum Teil reine Diktaturen sind und bei denen das Auswärtige Amt dringend von Reisen abrät. Am Ende siegte wie so oft die Neugier. ‚Wir wollen die Situation mit eigenen Augen sehen und erfahren.‘ Die Entscheidung war schlussendlich richtig“

sagt Stefan Glowacz.

Neue Route in der Türkei Neue Route in Tadschikistan Neue Route im Iran

Die Expedition “Walls on Silkroad” stand unter dem Motto „United by Climbing“. Stefan Glowacz sagt dazu: „Es gibt immer Elemente und gemeinsame Leidenschaften, die uns Menschen verbinden, unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe oder den Konflikten, die auf der Welt herrschen. In unserem Fall ist die Kletterei unsere Passion. Wir haben in jedem Land, in dem wir unsere Erstbegehungen kletterten, wunderbare Menschen kennengelernt und viel über ihr Land und ihre Situation erfahren. Wir verstehen jetzt die Zusammenhänge der Geschehnisse viel besser und können die Wünsche und Nöte der Menschen noch deutlicher nachvollziehen.“

Erstbegehung im Iran
Stefan Glowacz in der Schlüsselstelle der Route Wind of Change im Iran

Es wurden großartige Freundschaften geschlossen, die vor allem für die Menschen im Iran von großem Wert sind. Stefan Glowacz erzählt: „Wir sind von wildfremden Leuten mitten auf der Straße in Teheran aufgehalten worden. Sie haben sich dafür bedankt, dass wir den Mut haben ihr Land zu bereisen und wir sie dadurch nicht vergessen.“ 

Das Vorhaben, jeweils eine schwierige Erstbegehung in jedem Land – in der Türkei, im Iran und in Tadschikistan – zu klettern, war ambitioniert. Das Team stand permanent unter Zeitdruck, und die Unwägbarkeiten auf dem Weg durch die unbekannten Länder zerrten mitunter an den Nerven. 

Im türkischen Aladaglar-Gebirge machte dem Team lange Zeit schlechtes Wetter und die durchgehend hohen klettertechnischen Schwierigkeiten zu schaffen und wirbelte den Zeitplan ziemlich durcheinander.

Im Iran liegt der Suntower auf über 4.000 Meter über dem Meeresspiegel. In dieser Höhe im 10. Schwierigkeitsgrad zu klettern, verlangte dem Team viel ab.

Als dritte und letzte große Herausforderung stellte sich das Pamir-Alai-Gebirge in Tadschikistan dem Team entgegen.

Am Ende gelangen dem Team drei großartige Erstbegehungen im 10. Schwierigkeitsgrad. Die Routen zählen nun zu den schwierigsten Freikletterrouten in den jeweiligen Ländern.

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