
Quelle: Red Bull Content Pool
Die britische Kletterin Shauna Coxsey hat beim zweiten Versuch die erste weibliche Begehung von „The Olympiad“ (8b/5.13d) geschafft. Die Deep-Water-Solo-Route gilt als schwierigste ihrer Art in Großbritannien.
Shauna Coxsey bezwingt „The Olympiad“
In Skrinkle Haven im walisischen Pembrokeshire meisterte Coxsey die 12 Meter lange und rund 45 Grad überhängende Route über der Keltischen See. Damit ist sie die erste Frau, der die Begehung gelang – und zugleich stellte sie die bislang schnellste Begehung der Route auf.
„The Olympiad“ wurde 2012 vom britischen Kletterer Neil Gresham erschlossen. Mit Coxseys Durchstieg verzeichnet die Route nun sechs erfolgreiche Begehungen.
Eine der härtesten Deep-Water-Solo-Routen Großbritanniens
„The Olympiad“ wird mit 8b/5.13d bewertet und gilt als schwierigste Deep-Water-Solo-Route Großbritanniens. Vor Coxsey hatten bereits Steve McClure, Edmund Morris, Josh Ibbertson und Cailean Harker die Route bezwungen.
Coxsey erkundete die Linie zunächst mit Seil, bevor sie ihren erfolgreichen Versuch ohne Sicherung über dem Meer startete. Für sie war es das erste ernsthafte Deep-Water-Solo-Projekt.
Schwierige Bedingungen über dem Meer
Die Herausforderung bestand nicht nur in den anspruchsvollen Kletterzügen. Auch Gezeiten, Wind, Temperatur und Luftfeuchtigkeit mussten stimmen. Ein Sturz von der Route bedeutet den direkten Fall ins Meer.
„Olympiad ist einer der faszinierendsten Kletterwege, die ich je gesehen habe“, sagt Coxsey. Sie habe die Route schon seit ihrer ersten Sichtung klettern wollen, sich jedoch auf einen schwierigen Kampf eingestellt.
2017 hatte Coxsey nach ihrer Teilnahme am Arco RockMaster bereits einige einfachere Deep-Water-Solo-Routen am Gardasee geklettert. „The Olympiad“ stellte jedoch eine deutlich größere Herausforderung dar.
Coxsey überrascht von ihrem schnellen Erfolg
Dass sie die Route bereits im zweiten Versuch klettern würde, hatte Coxsey selbst nicht erwartet. Die erfolgreiche Begehung bezeichnete sie als einen ihrer schönsten Klettermomente.
Auch Erstbegeher Neil Gresham zeigte sich beeindruckt. Für ihn unterstreicht Coxseys Leistung ihre Fähigkeit, sich schnell auf neue Kletterdisziplinen einzustellen.
Neue Projekte nach dem Wettkampfklettern
Seit ihrem Rückzug aus dem Wettkampfklettern konzentriert sich Coxsey zunehmend auf das Bouldern im Freien und andere Abenteuerprojekte. Mit der Begehung von „The Olympiad“ erweitert sie ihr Repertoire nun um eine anspruchsvolle Deep-Water-Solo-Leistung.
Als nächstes möchte sie an „Hazel Grace Sit“ (8C/V15) von Giuliano Cameroni am Gotthardpass in der Schweiz zurückkehren.











